Fantasy / Fantasy Fiction
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Glutsand/Sturmkönige
Autor(en): Kai Meyer
Verlag: Gustav Lübbe Verlag
Preis: 18.99
ISBN: 978-3-7857-2375-3
Erschienen: Ende 09
Durschnittliche Bewertung:
Verlag: Gustav Lübbe Verlag
Preis: 18.99
ISBN: 978-3-7857-2375-3
Erschienen: Ende 09
Durschnittliche Bewertung:
Buchauszug:
Das Geschirr wurde von vier Ketten gehalten, die schräg hinauf zur Hallendecke führten. Dort oben, auf halbem Wege zwischen dem Feuer und den runden Wänden, schwebten vier Dischinne und hielten die Ketten straff gespannt. ... Die beiden Dschinnfürsten Karybtis und Lytratis trieben auf ihren Knochenthronen mehrere Meter über dem Boden, bizarren Sitzen aus Gebeinen, Ketten und Eisenringen, ummantelt mit Streifen von Menschenhaut. ... Die gebleichten Knochen waren auf makabere Weise kunstvoll miteinander verwoben, eine symmetrische Konstruktion, aus der halbierte Rippenkäfige und Schulterblätter wie große Geweihe und Kronen stachen. Nicht alle Skelette, die man einst zu diesen Thronen verarbeitet hatte, waren menschlich gewesen, die wenigsten tierisch. Vielmehr waren da noch andere Gebeine, fremdartiger, wie verzogen und verdreht.Die meisten dieser Wesen waren größer und kräftiger als Junis, und nicht einmal sie hatten den Dschinnen widerstehen können. Dass er es allein mit den beiden Fürsten, den vier Kriegern und zahllosen Dschinnen draußen im Lager aufnehmen wollte, war so absurd, dass der Gedanke ein grimmiges Lächeln auf seine Züge brachte.
README Buchbesprechung:
Autor: avb, Datum: 17.02.2010Buch-Bewertung:
In Samarkand herrscht ein böser Emir, in Bagdad Harun al Raschid, aber sonst ist nicht viel wie in den Geschichten, die wir kennen. Mutige junge Männer rasen auf fliegenden Teppichen um die Mauern oder schmuggeln Kostbares durch die Wüste zwischen den Städten. Und die "Sturmkönige", noch mutigere Frauen und Männer, schwingen sich auf Tornados und steuern sie gegen die Dschinns, die das Menschenreich erobern wollen. Und alle Menschen vermichten.
Bis zum dritten Band sind die Bösen schon ziemlich weit gekommen auf ihrem Eroberungszug. Aufhalten kann sie keiner, es sind einfach zu viele. Die letzten Teppich- und Sturmreiter müssen deshalb die geheimnisvolle Stadt Skarabapur finden. Dort bündeln die Dschinne unerfüllten Wünsche und benützen sie als Waffen gegen die Menschen. Nur wenn die die Macht des dritten Wunsches entdecken und zerstören, haben sie noch eine Chance.
Kai Meyer, der seinen ersten Roman schon mit 24 Jahren schrieb, ist mit seinen Fantasy- wie anderen Geschichten sehr erfolgreich, auch wenn er mit den echten Könnern aus Amerika nicht so recht mithalten kann. Autoren wie Neil Gaiman, Steven Brust oder Guy Gavriel Kay gelingt die Erfindung neuer Welten einfach noch glaubwürdiger, aber das ist nicht schlimm. Für Fantasy gilt ja wie für Krimis: Wir wollen nicht immer den großen Thrill, gute Unterhaltung tuts auch, und die liefert Kai Meyer auf jeden Fall. Von "Dschinnland" über "Wunschkrieg" bis zum neuesten "Glutsand" sind die "Sturmkönige", so der Obertitel der Trilogie, lesenswert.

